Apulien – Süditalienrundreise

11. März 2015 at 22:55

 

Dritter Teil unserer Süditalienrundreise:

 

Nach unserem Reisestart im Latium und unserer Fahrt durch Kampanien geht es nun weiter in die Region Apulien ( Puglia ).

 

Auf dem Weg dorthin streiften wir jedoch noch kurz die Basilicata und machten einen kleinen Stopp in Matera. Die kleine Region ist vor allem wegen der Höhlenwohnungen von Matera bekannt.

Sie führt auch zu Kalabriens Berglandschaft im südlichsten Teil des Festlands. Die Stiefelspitze berührt fast Sizilien. Diesen Bereich haben wir ebenfalls aus Zeitmangel ausgelassen. Es gibt also noch genug Gründe wieder nach Süditalien zu reisen.

Hier gibt es Informationen  über Kalabrien ( Calabria ) und hier weitere über die Basilicata

 

Matera:

Matera liegt 244 km östlich von Neapel und 63 km südlich von Bari auf der karstigen Hochebene der Murgia.

Da es sich um ein seit der Jungsteinzeit besiedeltes Gebiet handelt, ist die Stadt eine der ältesten der Welt. Bis 1663 gehörte Matera noch zu Apulien.

Die Altstadt von Matera besteht zum Teil aus den Höhlensiedlungen – den Sassi. Die Sassi di Matera zählen seit 1993 zum UNESCO Welterbe.

Neben weiteren Sehenswürdigkeiten gibt es hier auch mehrere Felsenkirchen.

 

Matera

Matera

Matera

 

So nun geht es aber wirklich nach Apulien.

 

Apulien:

Vom Gargano mit traumhaften Stränden und dem zauberhaften Wald Foresta Umbra bis zum Capo di Leuca erstreckt sich die Region Apulien.

Als reichste Region Süditaliens wird sie als „Norden des Mezzogiorno“ ( Süd- oder Unteritalien ) bezeichnet. Bari ist die Hauptstadt und „das Mailand des Südens“.

Die Halbinsel Gargano liegt am Stiefelsporn und ist der schönste Küstenabschnitt der Adria. An der Küste stehen zahllose Wachtürme und mächtige Kastelle.

In Apulien kann man das Castell del Monte bewundern und barocke Städte und romanische Kathedralen besichtigen.

Ein Highlight sind die Trulli.

 

Alberobello:

Um Alberobello befindet sich das Trulli-Gebiet ( Zona dei Trulli ).

Trulli sind einzigartige Hirten- und Bauernhäuser. Diese Steinhäuser mit kegelförmigen Dächern werden aus Steinplatten ohne Mörtel geschichtet. Das Dach wird von einem Schlussstein geziert. Die Bauweise ist auf einen Grafen zurückzuführen, der so Steuern an den Landesherrn sparte, da nur für gemauerte Häuser Steuern fällig wurden.

Wir wollten unbedingt in so einem Trullo übernachten und das machten wir dann auch in Alberobello.

Alberobello gehört seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Vom Parkplatz Largo Martelotta kommt man in das Viertel Rione Monti. Der andere Teil der Stadt heißt Aia Piccola.

Neben den über 1000 Trulli wurde auch die Kirche S. Antonio 1926 in der Trullo-Form gebaut. Vom 17. bis Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Alberobello ausschließlich diese Bauart.

Einige Trulli wurden zu Hotels und Ferienwohnungen umgebaut. Wir hatten einen kleinen für uns alleine und haben darin wunderbar geschlafen.

Schön war auch das Bierfest – Festa della Birra in und um die Villa Don G. Donnaloja. Dieses findet Anfang bis Mitte September statt und bietet Livemusik, Konzerte und neben verschiedenen Biersorten kulinarische Leckereien. Die passenden Bierkrüge kann man kaufen und immer wieder füllen lassen.

Einen schönen Blick über die Stadt kann man vom Dach des Museo del Territorio ( Heimatmuseum, Via 27 Maggio ) genießen.

 

Trullo von Innen

Trullo von Innen

Klein aber Fein!

Unser Trullo

Alberobello

Alberobello

Alberobello

Alberobello

Alberobello

Alberobello

Alberobello

Kirche

Trulli

 

Auch wenn Alberobello sehr touristisch ist, haben wir unseren Aufenthalt sehr genossen. Diese besondere Art der Übernachtung ist auf jeden Fall empfehlenswert.

 

Castel del Monte:

Das achteckige Lieblingskastell des Stauferkaiser Friedrich II. schmückt sich mit dem Namen „Krone Apuliens“. Es thront von Weitem sichtbar auf einem Hügel, ca. 18 km südlich von Andria.

Es wurde um 1240 erbaut und 1996 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Die ursprüngliche Nutzung der Burg ist ein Rätsel, da Verteidigungselemente, Ställe, Küche und Räume für den Hofstaat fehlen.

 

Castel del Monte

 

Südliche Adria:

Einige schöne Orte der südlichen Adria sind Monopoli, Polignano a Mare, Bari und Trani. Ostuni ist eine malerische Stadt mit orientalischem Flair.

 

Peschici:

Im Gargano hatten wir  eine entspannte Zeit in der Bucht von Peschici mit ihren Grotten und dem glasklaren Wasser. Übernachtet haben wir im Appartamenti Lido del Piacere.

Auf der Terasse der Trattoria Costamarina haben wir uns kulinarisch verwöhnen lassen und den schönen Ausblick genossen.

Die Stadt Peschici wurde auf einem steil abfallenden Felsen gebaut. Von oben kann man auf eine der schönsten Buchten Italiens blicken. Die aufragende Burg im Zentrum trennt den älteren von dem modernen Stadtteil. Hier lohnt sich ein Spaziergang durch den historischen Stadtkern.

Fährt man weiter nach Vieste stößt man wieder auf alte Wachtürme und Trabucchi ( zum Fischfang errichteter Pfahlbau mit großem Fischernetz ). Diese erinnern ein wenig an Segelboote.

 

Adria

Adria

Peschici

Peschici

Peschici

Peschici

Peschici

Peschici

Peschici

Peschici

Peschici

Wachturm

Trabucco

 

Jetzt verlassen wir wieder Apulien. Bevor es zurück nach Rom geht folgen wir weiter der Adria-Küste innerhalb der Region Abruzzen.

In Roseti degli Abruzzi konnten wir ein günstiges Appartement mieten. Von unserer Terrasse hatten wir einen super Blick auf den Strand. Die Unterkunft gehört zur Marechiaro Hotel-Residence.

Roseto degli Abruzzi

Roseto degli Abruzzi

unsere Terrasse

 

Hier gibt es mehr Informationen zur Region Abruzzen.

 

Die Rundreise war geprägt von vielen Eindrücken, tollen Aussichten, schönen Stränden, beeindruckender Architektur und Geschichte, netten Menschen und der hervorragenden italienischen Küche.

Nach den großen Portionen Pasta ( wird in Italien eigentlich als Vorspeise gegessen ), war es mir beim besten Willen nicht möglich, noch einen Hauptgang zu schaffen. Aber egal ob Pasta, Pizza, Fisch oder Gelati – Süditalien ist einfach ein kulinarischer Traum, besonders wenn La Mama kocht.  

Als Kaffee-Junkie liebe ich natürlich auch den großartigen, italienischen Caffè. Einziges Problem – zurück in Deutschland schmeckt er nirgendwo mehr ansatzweise so gut.

 

Am Ende der Reise ging es zurück nach Rom, wo wir die letzte Nacht verbrachten.

Zum Abschluss noch ein Bild vom Tiber.

Tiber

 

Es ist kaum möglich alle Orte auf dem Weg zu besichtigen. So haben wir manche ausgelassen und andere nur gestreift. Das ist für mich manchmal nicht so einfach, da ich am liebsten immer alles sehen möchte.

Der Vorteil ist, dass so weiterhin genug Wunschziele auf meiner Liste stehen. Lieber Mezzogiorno – ich komme bestimmt wieder!

Arrivederci!

Nic