Kuba – karibische Inselschönheit

14. Oktober 2014 at 18:38

 

Kuba

 

Mein Besuch der Trauminsel Kuba:

Die tolle Reise liegt nun schon einige Jahre zurück, um genau zu sein 10 Jahre. Ich wollte dem Winter in Deutschland entfliehen und meine erste Fernreise planen.

Die Wahl fiel sehr schnell auf Kuba. Zum einen, weil ich die Insel gerne noch zu Zeiten Fidel Castros erleben wollte, zum anderen weil ich ein unschlagbares Last-Minute-Angebot gefunden habe. Normalerweise mag ich ja Pauschalreisen nicht so gerne. In diesem Fall war es großartig und wir hatten noch genug Geld für zusätzliche Aktivitäten übrig. Also landeten wir erst einmal am Traumstrand von Varadero.

 

Kuba bedeutet für mich:

  • paradiesische weiße Traumstrände / türkisfarbenes Meer
  • grüne Gebirgszüge und dichte Mangrovensümpfe
  • Königspalmen ( palma real )
  • Musik / „Guantanamera „ ( wohl das berühmteste Lied ) / Rumba / Salsa / Cabaret Tropicana ( weltberühmte Tanzrevue )
  • Buena Vista Social Club
  • Che Guevara und die Revolution
  • La Bodeguita del Medio / El Floridita ( Hemingways Lieblingsbar )
  • Ernest Hemingway
  • Cuba Libre / Mojito / Habana Club / Cristal Bier
  • Havannas, Cohibas und Montecristos / fábricas de tabaco ( Zigarrenfabriken )
  • Zuckerrohr- und Tabakanbau
  • fröhliche und lebenslustige Menschen aber auch Improvisationskünstler
  • prächtige Kolonialstädte
  • kubanische Combos
  • kreolische Küche / Meeresfrüchte / paladares ( private Restaurants )
  • ein Kontrast von Vergangenheit und Gegenwart
  • wunderschöne alte US-Straßenkreuzer

 

in Varadero

 

Varadero – Urlaubsparadies auf Kuba:

Varadero liegt 140 km östlich von Havanna auf einer schmalen Landzunge ( Hicacos ). Hier findet man kilometerlange, feine und weiße Sandstrände. Sie gehören zu den schönsten der Karibik. Das Wasser ist glasklar.

 

Strandparadies Varadero

Strand Varadero

Strand Varadero

Strandverkäufer

 

Die meisten Hotels gehören zu den All-inclusive-Pauschalpaketen für Urlauber aus Kanada und Europa. Einheimische dürfen die Halbinsel nur betreten, wenn sie hier arbeiten – ein Teil der Schattenseite. Das Essensangebot gehört zu den besten auf ganz Kuba. Unser Hotel war das Palma Real Varadero.

Auch wir haben das Essen als sehr gut empfunden – es war vielseitig und abwechslungsreich.

Nichts desto trotz haben wir auch einige Restaurants ausprobiert:

  • Casa de Fondue, 1ra Avenida y Calle 63 – hier gab es sowohl Fleisch- als auch Käsefondue
  • Restaurant La Barbacoa, 1ra Avenida y Calle 64

 

Restaurant in Varadero

 

 Es gab dort auch coole Clubs:
  • Cueva del Pirata  ( Cabaret ), Matanzas

Cueva del Pirata

  • Mambo Club ( Kubanische und Internationale Live Musik aus den 50ern mit Big Band ), Matanzas, Centro nocturno, Carretera de las Morlas

Mambo Club

 Der Mambo Club hat uns aufgrund seines tollen Ambientes und der Live Band besonders gut gefallen. Zusätzlich gab es tolle Tänzer. Absolut empfehlenswert!

Coco Taxi

Kirche in Varadero

Showtänzer

mit dem Pferdewagen

in Varadero

Tour durch Varadero

Strand Varadero

Tanzshow

 

Unsere Ausflüge auf Kuba:

Abgesehen von einigen kleineren Ausflügen in die nähere Umgebung, haben wir einige tolle Ausflüge über den Reiseveranstalter gebucht.
Dazu gehörte die Besichtigung Havannas inklusive einer Übernachtung im Hotel Plaza. Das Hotel wurde 1909 eröffnet und war ursprünglich der Wohnsitz der wohlhabenden Familie Marqués de Pinar del Río. Die ursprüngliche Atmosphäre des Gebäudes ist erhalten geblieben. Es liegt im Zentrum nahe dem Parque Central ( Ignacio Agramonte No. 267 ). Besonders toll war die Aussicht auf der Dachterrasse.

Hotel Plaza

Hotelaussicht

Hotelaussicht

Hotelaussicht

Hotelaussicht

 

Havanna – Kubas Hauptstadt:

Havanna

Havanna

Havanna

Havanna

Havanna

Havanna

Havanna

Avenida del Puerto (

Avenida del Puerto

am Fuente de Neptuno

Neptunbrunnen

Bildermarkt

  • La Habana Vieja: Die Dichte an Spanischer Architektur strahlt einen unglaublichen Charme aus. Viele Gebäude waren in einem schlechtem Zustand, aber mit Hilfe der UNESCO begannen umfassende Restaurierungs-Arbeiten.

La Habana Vieja

La Habana Vieja

La Habana Vieja

La Habana Vieja

Alte Apotheke

Laden in Havanna

La Bodeguita del Medio

La Bodeguita del Medio

La Bodeguita del Medio

Haus in Havanna

Plaza de la Revolution

Plaza de la Revolution

Simon Bolivar

 

  •  Besonders sehenswert sind die Plaza de la Catedral  ( barocke Kathedrale von 1777 ) und die schmalen Gassen um die Calle Obispo. Die Calle Obispo führt zur Plaza de Armas. Der älteste Platz wurde 1582 angelegt.

Plaza de la Catedral

Plaza de la Catedral

Plaza de Armas

El Templete

Palacio de los Capitanes Generales

Palacio del Secundo Cabo

  • Auf der Nordostseite erhebt sich das Castillo de la Fuerza. Sie ist die älteste spanische Festung der neuen Welt. Etwa 200 m südlich wird die Plaza de San Francisco von einigen der interessantesten Kolonialgebäuden gesäumt.

Castillo de la Real Fuerza

Plaza de San Francisco

Plaza de San Francisco

 

  • Nur 100 m weiter westlich befindet sich die Plaza Vieja ( Mitte 16. Jahrhundert ), auf der früher der Sklavenmarkt statt fand. Hier befindet sich das Portal del San Angelo im ehemaligen Colegio, einem 1866 errichteten Arkadengebäude. Die Taberna de la Muralla besitzt eine kleine Brauerei.

Plaza Vieja

 

  • Malecón: Die Avenida Antonio Maceo ist die berühmteste Straße Havannas. Sie verläuft hinter der Kaimauer am Estrecho de Florida. Hier trifft man sich, sitzt auf der Kaimauer, angelt, plaudert oder flirtet.
  • Am östlichen Ende befindet sich die alte spanische Festung Castillo de San Salvador de la Punta. Der Malecón zieht sich 8 km nach Westen durch das Zentrum bis zur zweiten spanischen Festung Castillo de la Chorrera. Die große Festung El Morro ist vom Östlichen Ende zu sehen.

Castillo de la Punta

 

  • El Morro und La Cabaña: Die zwei großen Festungen Castillo de los Tres Santos Reyes del Morro ( zwischen 1560 und 1630 ) und die Fortaleza de San Carlos de la Cabaña ( Baubeginn 1763 ) wachen über die schmale Hafeneinfahrt der Bahía de la Habana. Sie bilden die größte spanische Verteidigungsanlage Amerikas. Havanna war einst die wichtigste spanische Bastion der Neuen Welt. Den schönsten Blick auf die Stadt hat man vom Leuchturm von El Morro.

El Morro

La Cabana

 

  • Weitere Sehenswürdigkeiten: Parque John Lennon, Cementerio de Colón ( Kolumbus-Friedhof, Totenstadt aus weißem Marmor ), Barrio Chino ( größte chinesische Kolonie Lateinamerikas ), Parque Central ( hier stehen einige der schönsten Cadillacs aus den 1950er Jahren ), Gran Teatro ( 1837 ), Capitolio ( in den 1920er Jahren nach dem Vorbild des Kapitols in Washington gebaut ), Fábrica de Tabacos Partagás ( Führungen ), El Prado ( Paseo Martí, breiter Boulevard, verläuft nach Norden in Richtung Malecón, im 18. Jahrhundert angelegt, reich verzierte Gebäude, Mittelstreifen mit schattigen Bäumen, Marmorlöwen und Statuen von Nationalhelden ), Museo de la Revolución

Cementerio de Colon

Cementerio de Colon

Cementerio de Colon

Cementerio de Colon

Kirche Cementerio

Parque Central

Capitolio

Capitolio

Gran Teatro

Gran Teatro

Prado

Prado

Prado

 

 

 

Ein Ausflug führte nach Pinar del Río und weiter nach Viñales. Das schluchtartige Tal in der Sierra de los Organos gehört zu den schönsten Landschaften Kubas. Wenige Kilometer weiter befindet sich die Cueva del Indio mit unterirdischen Höhlen. Ein Teil kann zu Fuß erkundet werden und der Rest per Motorboot.

Unterwegs

Vinales

Vinales

Vinales

Cueva del Indio

Cueva del Indio

Cueva del Indio

An der Cueva del Indio

 

Pinar del Río:

Man kann die größte Stadt im Westen Kubas innerhalb von 2 Stunden erkunden. Sie ist das bedeutende Zentrum des Tabakanbaus. Die vielen Kolonialbauten erinnern an bessere Tage. Die Hauptstraße Calle Martí säumen pastellfarbene, einstöckige Arkadengebäude.
Eine Hauptattraktion ist ein Besuch der Fábrica de Tabacos Francisco Donatién. Als eine der besten Zigarrenfabriken Kubas stellt sie sechs verschiedene Marken her. Die Fabrik mit ca. 200 Arbeitern ist in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht. Bei einem Rundgang kann man bei der Zigarrenherstellung per Hand zusehen und anschließend lizensierte Zigarren kaufen. Die Angestellten dürfen bei der Arbeit soviel rauchen wie sie wollen.

Tabakfabrik

 

Mirador de Bacunayagua:

Die Küstenstraße, die von Havanna nach Osten verläuft, führt an schönen Stränden Playas del Este vorbei.
Im Gebiet der Provinz Matanzas befindet sich der Aussichtspunkt Mirador de Bacunayagua. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf Kubas höchste und längste Brücke ( 110 m hoch und 314 m lang ). Sie führt über eine tiefe Schlucht.

Mirador

Brücke

Provinz Matanzas

 

Katamaranfahrt Varadero – Kuba vom Wasser aus:

Die Tour, mit einem Zwischenstopp zum Schnorcheln an einem Korallenriff, führte auf die Insel Cayo Blanco. Dort konnten wir nach einem Mittagessen, den Strand genießen und entspannen.
Ein weiteres Ziel war eine Delfinanlage im Atlantik. In kleinen Gruppen konnte man für ein paar Minuten zu den dressierten Delfinen ins Wasser. Es war schon sehr schön mit den Tieren in Berührung zu kommen, aber die Touristenmengen und die Gefangenschaft der Tiere sind natürlich weniger schön.

Katamarantour

Cayo Blanco

Cayo Blanco

Cayo Blanco

Delfin

Delfine

Delfinfütterung

Mit Delfinen

 

Begegnungen mit den Einheimischen von Kuba:

Eine Begegnung am Strand von Varadero hat mich besonders berührt. Ein älterer taubstummer Kubaner sammelte jeden Tag die Plastikbecher der Touristen am Strand ein. Wir bekamen irgendwann mit, das einige Gäste ihn mit Getränken und Burgern von den Strandbars der Hotels versorgten und ihm vor ihrer Abreise Klamotten gaben. Also brachten wir ihm auch Bier und Essen. Eines Tages bot ich ihm eine Zigarette an und so rauchten wir zusammen. Leider konnten wir uns ja nicht unterhalten. Er verschwand dann kurz und brachte mir zwei schöne Muscheln aus dem Meer. Ich war so gerührt und kann sagen, dass selten etwas mein Herz so berührt hat.
Eine weitere Begegnung hatten wir in Havanna. Dort lernten wir durch zwei andere Hotelgäste ein junges Paar kennen. Sie baten die Zwei, für sie Milchpulver für ihre Kinder zu kaufen, in einem Laden, zu dem sie keinen Zugang hatten.
Sie verabredeten sich Abends mit uns und zeigten uns einige Lokale in Havanna. Es war klar, dass wir für sie Eintritte und Getränke zahlen. Die junge Frau fragte mich, ob ich Kleidung für sie hätte. Ich konnte ihr leider nichts geben, da ich für die eine Nacht nur das Nötigste dabei hatte. Sie freute sich aber über einen Lipgloss, den ich natürlich entbehren konnte.
Als sie mit uns zum Barrio Chino gingen, wurden die Beiden von der Polizei kontrolliert, weil Sie mit Touristen unterwegs waren. Als Sie uns dann zurück zum Hotel brachten, durften Sie nicht mal das Foyer betreten. Also bedankten wir uns und verabschiedeten uns vor dem Hotel.
Was die beiden am meisten vermissten, war die Reisefreiheit.
Andere Hotelgäste waren besser auf Kuba vorbereitet als wir. Sie hatten Beutel mit Kugelschreibern und Süßigkeiten dabei. Die Einheimischen freuen sich auch sehr über Kosmetikartikel. So kann man bei Abreise auch gut Shampoo- und Duschgel-Reste für die Zimmermädchen da lassen. Oder einfach Kleidung, auf die man verzichten kann.
Die Kubaner, die im Tourismus arbeiten, haben den Vorteil der Trinkgelder in US-Währung und können so im Gegensatz zu der restlichen Bevölkerung an sogenannte Luxusgüter kommen.
Der kubanische Pesos nennt sich Pesos convertibles und ist relativ wertlos. Die 3-Peso-Note mit dem Porträt Che Guevaras ist als Souvenir sehr beliebt.
Schlichte Dinge des täglichen Bedarfs sind über die Peso-Bezugsscheine nicht oder nur schwer zu erhalten. In speziellen Geschäften ist der US-Dollar einziges Zahlungsmittel.
Diese Reise gehört auf jeden Fall bisher zu meinen schönsten Reisen. Ich möchte gerne wieder hin und das restliche Kuba entdecken.
Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann schreib mir doch.
Liebe Grüße
Eure Nic