Coimbra – die Stadt der Studenten
Die Stadt Coimbra:
Zusammen mit unseren Freunden haben wir die schöne Universitätsstadt Coimbra besucht.
Die Stadt liegt ca. 150 km von Porto und ca. 200 km von Lissabon entfernt und zählt zu den schönsten Städten Portugals.
Auf dem 160 m hohen Hügel Alcáçova thront die Universität ganz oben. Die Altstadt breitet sich bis hinunter zu dem Fluss Mondego aus und wird in Ober- und Unterstadt unterteilt. In der Unterstadt befindet sich das Händlerviertel.
Man findet hier viele Buchläden, Restaurants, Cafés und Musikkneipen und jede Menge Kunst- und Kulturschätze.
Die Universität:
Die Universität Coimbra von 1290 ist die älteste Portugals und eine der ältesten Europas. Sie wurde 2013 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.
Den Zugang an der Ostseite bildet die Porta Férrea – das Eiserne Tor.
Der Pátio das Escolas, der hübsche, an drei Seiten von Gebäuden eingefasste Platz, bildet das Zentrum der alten Universität. Von der Terasse blickt man auf den Mondego.
Besonders beeindruckend ist die Universitätsbibliothek – die Biblioteca Joanina. Malereien, Gold, Marmor und exotische Hölzer bilden einen würdigen Rahmen für die wertvollen Bücher.
Ebenfalls sehenswert ist der Zeremoniensaal Sala dos Capelos, wo auch heute noch Examensfeiern stattfinden und die Universitätskirche mit einem schönen manuelinischen Portal. Die Glocke des Uhrenturms kündigt sowohl das Ende der Vorlesungen als auch den Ladenschluss der umliegenden Geschäfte an.
Der Jardim Botanico da Universidade de Coimbra ist der älteste botanische Garten Portugals. Er verfügt über exotische Baumriesen und Tropenhäuser. Die parkähnliche Anlage in Hügellage lädt zu einem entspannten Spaziergang ein.
Die Studenten:
Eine Besonderheit sind die Repúblicas, die Studentenwohngemeinschaften. Außerhalb der Sommerferien ist die Stadt von einem lebendigen Studentenleben geprägt. Nach bestandenem Examen ziehen die Studenten während der Queima das Fitas im Mai mit ihren schwarzen capas ( Umhängen ) und bunten fitas ( Bändern ) durch die Straßen. Die Bänder stehen für die jeweilige Fakultät und werden feierlich verbrannt.
Der Fado de Coimbra ist eine studentische Variante des Fados und wird nur von Männern gesungen. Er ist weniger melancholisch und man kann ihn während der studentischen Feiern – in Bars, Restaurants oder auf der Straße erleben.
An der Praça da República befinden sich viele Studentencafés.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
- die Brücke Ponte de Santa Clara – von der anderen Seite bester Blick auf die Altstadt und die Universität
- Portugal dos Pequenitos – Themenpark mit Miniaturmodellen portugiesischer Häuser und Bauwerken aus Portugals Kolonien, jenseits des Flusses
- die Sé Nova – Neue Kathedrale von 1598 in der Oberstadt
- das Museu Nacional Machado de Castro – in einem Bischofspalast aus dem 16. Jahrhundert mit einem Teil des alten Römerforums
- die Sé Velha – Alte Kathedrale von 1064, romanische Wehrkirche, weiter hügelabwärts, Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert mit maurischen Kacheln
- Arco de Almedina – altes Sadttor, 12. Jahrhundert
- Arcos do Jardim – im 16. Jahrhundert wiedererrichteter römischer Aquädukt
- Igreja do Mosteiro de Santa Cruz – Klosterkirche, 1131, an der Praça Oito de Maio
- Praço do Comércio – alter Marktplatz, mit reich verzierten Häusern, hübschen kleinen Läden und Kirchen
Coimbra ist auf jeden Fall einen Besuch wert!
Mehr Informationen findest du unter: http://www.turismodecoimbra.pt/index.php?lang=en
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