Rom – die ewige Stadt erkunden
Erster Besuch:
Unser erster Besuch der ewigen Stadt basierte auf einem Hochzeitsgeschenk. Wir hatten dem Hochzeitspaar einen Fluggutschein und einen Reiseführer geschenkt. Die Reise machten wir dann zu viert und verbrachten ein langes Wochenende in Rom.
Ich bekomme nicht nur gerne Reisen geschenkt, ich verschenke sie auch gerne. Für mich das schönste Geschenk.
Die Braut kümmerte sich um die Buchung eines günstigen Hotels in zentraler Lage. Das Hotel Piccadilly Roma befindet sich auf der Via Magna Grecia 122, nahe S. Giovanni in Laterano.
Vieles haben wir zusammen unternommen, aber jedes Paar hatte auch genug Zeit alleine Teile der Stadt zu erkunden.
Sightseeing:
- S. Giovanni in Laterano ( älteste christliche Basilika Roms, 4. Jh. , im 11. Jh. Heiligtum einer Priestergemeinschaft, bis heute Bischofskirche mit Papstaltar, daneben der Lateranspalast )
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- Colosseum ( das riesige Amphitheater der Flavier wurde von Vespasian im Jahr 72 n. Chr. begonnen u. von seinem Sohn Titus im Jahr 80 vollendet )
- Konstantinbogen ( Arco di Constantino ): ( Triumphbogen, 315 n. Chr. errichtet )
- Forum Romanum ( antikes Rom, Tempel, Arenen und Foren, Zentrum von Politik, Rechtsprechung, Handel und Religion, das gesamte Gelände wird von der Via Sacra durchzogen, Vielzahl von Ruinen und Mauerrresten, einstiges Senatsgebäude Kurie, Triumphbogen des Septimius Severus, Vesta-Tempel, Haus der Vestalinnen, Titusbogen, zwischen Ausgrabungsfeld und Kolosseum ragt der ockerfarbene Glockenturm von Santa Francesca Romana in den Himmel )
- Der Circus Maximus ( Circo Massimo ) am Fuße des Palatins ( 664 x 123 m, aus der Zeit der etruskischen Könige, in Augusteischer Zeit 150.000 Zuschauer, durch Erweiterung Trajans 250.000 Plätze, Ort der Wagenrennen, Palatin – ältester bewohnter Hügel )
- Das Pantheon ( auf der Piazza della Rotonda, von dem berühmten Agrippa unter Kaiser Augustus errichtet, nach einem Brand von Hadrian 118 n. Chr. wieder aufgebaut, in der Mitte der Kuppel öffnet sich ein rundes Auge mit einem Durchmesser von 8,92 m )
- Bocca della Verita in S. Maria in Cosmedin ( Piazza della Bocca della Verita, antiker Lügendetektor, Maske eines Flussgottes in der Vorhalle der Kirche, man kann die Hand in die Öffnung des Wasserspeiers stecken, Lügnern wird sie angeblich abgebissen )
- Ponte Rotto ( Reste einer Brücke aus dem 2. Jh. v. Chr. vor der Tiberinsel ( Isola di S. Bartolomeo ) )
- Kapitolsplatz ( von der Via del Teatro di Marcello führt die breite Treppe ( Cordonata ) zur Piazza del Campidoglio hoch, von Michelangelo gestaltet, Castor u. Pollux am oberen Treppenende, Abschluss des trapezförmigen Platzes ist der Senatorenpalast mit der Stadtverwaltung, links u. rechts der Konservatorenpalast mit Kolossalstatue Konstantins im Innenhof u. die Kapitolinischen Museen ( Musei Capitolini )
- Piazza Farnese ( zwei Brunnen von 1626 aus wieder verwendeten Granit-Badewannen aus den Caracallathermen, Palazzo Farnese, Cafe Farnese )
- Piazza Mattei ( Palazzo Mattei di Giove, Fontana delle Tartarughe von 1581-84 – Brunnen mit tanzenden Jünglingen und Schildkröten )
- Campo de‘ Fiori ( Roms berühmtester Blumen, Obst- und Gemüsemarkt, römisches Leben hautnah, früher römischer Pferdemarkt und 1600 Hinrichtungsstädte )
- Piazza Navona – „das Wohnzimmer Roms“ ( schönster Platz der Stadt, 3 Brunnen auf dem Grund eines antiken Stadions, berühmtester: der Vierströmebrunnen – Fontana die Fiumi von Gian Lorenzo Bernini entworfen, stellt die Flüsse Nil, Ganges, Donau und Rio de la Plata als Vertreter der damals bekannten Erdteile dar, dazu der Mohren- und Neptunbrunnen )
- Piazza Colonna mit Marc-Aurel-Säule ( Säulenband mit Darstellung von Feldzügen, Palazzo Chigi – Sitz des Ministerpräsidenten )
- Piazza Venezia mit der imperialen Gedenkstätte Vittoriano ( für König Vittorio Emanuele II )
- Fontana di Trevi ( strahlend weißer Stein und Kaskaden klaren Wassers, wer Geld in den Brunnen wirft, kommt wieder nach Rom – bei mir hat es geklappt )
- Piazza di Spagna mit Brunnen, Spanischer Treppe – Scalinata della Trinita die Monti ( ein Wahrzeichen Roms, Spätbarock, 1723-26 ), der Kirche S. Trinita dei Monti und einigen Boutiquen ( habe mir hier ein Kleid gekauft )
- Engelsbrücke und Engelsburg ( Castel Sant‘ Angelo ) ( um 135 begonnen, Kaiser Hadrian gab das Grabmonument / Mausuleum für die Kaiserfamilie in Auftrag, Rundbau, ursprünglich mit Marmorverkleidung, prächtig mit Statuen geschmückt, eine viereckige Bastion wurde bald hinzugefügt, später diente es als Festung, Schatzkammer und Gefängnis, die Engelsfigur wurde in frühchristlicher Zeit auf der Sitze errichtet und 1577 durch einen Marmorengel ersetzt, welcher in der Burg zu sehen ist, der Bronzeengel wurde 1752 aufgestellt, 1277 ließ Papst Nikolaus III den Vatikanpalast durch den überdeckten Gang Passetto oder Corridoio mit der Engelsburg verbinden, mit dem Hadriansmausoleum wurde die Tiberbrücke Pons Aelius – heute Ponte Sant‘ Angelo erbaut, Bernini erschuf 1668 die 10 Engelsfiguren, heute nur Kopien, Originale in der Kirche S. Andrea delle Fratte )
- Sehr schön war auch eine Fahrt mit dem Schiff über den Tiber:
- Vatikanstadt – Citta del Vaticano ( einen knappen halben Quadratkilometer groß, Peterskirche, Petersplatz, Vatikanische Museen und Gärten und eine Reihe von Gebäuden außerhalb des Territoriums, unermessliche Kunstschätze im kleinsten Staat der Welt, die Via della Conciliazone führt zum Piazza San Pietro, 120 Jahre ( 1506-1626 ) dauerte es den Platz und Dom zu bauen, die Kolonnaden bestehen aus jeweils zwei Säulenpaaren, sie sind von 140 bis zu vier Meter großen Statuen geschmückt, im Petersdom gibt es 50 Altäre, 450 Statuen, 500 Säulen und Platz für nahezu 60.000 Menschen )
Unser zweiter Besuch:
Der zweite Aufenthalt in Rom war der Anfang und das Ende unserer Süditalienrundreise. Über die Rundreise werde ich noch separat berichten.
Wir hatten eine hübsche Unterkunft ( bed & breakfast ) in der Vatikan-Stadt für jeweils eine Übernachtung gebucht und ebenfalls einen Mietwagen am Flughafen.
Wir nutzten diesen Aufenthalt, um einen Besuch in der Engelsburg und der Sixtinischen Kapelle nachzuholen. Beides haben wir beim ersten Mal nicht mehr geschafft.
Nicht weit von unserer Unterkunft fanden wir ein kleines Italienisches Restaurant. Dort genossen wir unglaublich leckere Spaghetti Carbonara und Amatriciana. Beide Rezepte koche ich seitdem gerne selber und werde sie in kürze unter meiner Rubrik Rezepte reinstellen.
Während wir vor dem Laden unter einer Markise saßen, fing es an zu schütten. Als dann ein heftiges Gewitter losging, um uns herum Blitze einschlugen und mehrere Alarmanlagen losgingen, war mir schon ein wenig mulmig. Aber im enddefekt haben wir auch diese Situation genossen.
Engelsburg – Castel Sant‘ Angelo:
Seit das Gefängnis 1901 geschlossen wurde, ist die Engelsburg ein Museum. Man betritt den Bau von der Tiberseite. Über eine Rampe geht man in einer Kurve aufwärts. Besonders sehenswert sind die Sala Paolo III, die Säle Clemens VIII. und das Papst-Appartement. Die Sammlung der Engelsburg beinhaltet alte Waffen, Möbel und Gebrauchsgegenstände. Auch eine gewaltige päpstliche Schatztruhe ist darunter. Dazu kommen Skulpturen und Gemälde.
Besonders von den Terrassen bieten sich tolle Ausblicke über Rom. Die oberste Terrasse liegt zu Füßen des Erzengels. Seitlich hängt die Campana della Misericordia – die Armsünderglocke und erinnert an die Vergänglichkeit aller Schönheit und die Grausamkeit der Welt.
Vatikanische Museen – Musei del Vaticano:
Ein 7 km langer Rundgang führt durch verschiedene Museen. Das Highlight ist die Capella Sistina – ein Meisterwerk Michelangelos. Sie wurde als päpstliche Hauskapelle für Papst Sixtus IV. erbaut ( 1475-81 ). Heute ist Sie die Palastkapelle des Vatikan. Hier findet auch das Konklave – die Papstwahl statt.
Die größte Aufmerksamkeit zieht die Decke und das Jüngste Gericht auf sich. Aber auch die anderen Fresken sind große Meisterwerke.
1508 beauftragte Papst Julius II. Michelangelo, die Decke zu freskieren. Mit einer unglaublichen Kraftanstrengung schuf er in 4 Jahren Bilder von überwältigender Wirkung.
Rund 20 Jahre später wurde der inzwischen 70-jährige Meister mit der Freskierung der Stirnwand von Papst Paul III. beauftragt. 1541 wurde das monumentale Wandgemälde des Jüngsten Gerichts fertiggestellt.
In der Sixtinischen Kapelle war das Fotografieren verboten. Da ich das nicht wusste, hatte ich zumindest 2 Bilder im Kasten, bevor man mich nicht sehr freundlich darauf hinwies.
Essen und Trinken in Rom:
Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten und der Caffe ( Espresso ) schmeckt überall super. Mehr als die Hälfte günstiger ist er, wenn man ihn im Stehen trinkt. Auch die Einheimischen verspeisen deshalb Mittags stehend ihr Essen.
Ansonsten sollte man ein Gespür für Touristenfallen mit überhöhten Preisen entwickeln. Wir haben eigentlich immer sehr gut gespeist und uns auch manchmal sitzend einen teuren Caffe gegönnt.
Besuchen sollte man das Antico Caffe Greco.
Man sagt, alle Wege führen nach Rom! Wer seinen Weg dahin noch nicht gefunden hat, sollte das unbedingt nachholen. Die ewige Stadt hat so unendlich viel mehr zu bieten, als ich hier aufführen konnte. Auch ich müsste noch einige Male dahin, um das Alles zu erfassen. Sofern das überhaupt möglich ist.
Besonders Geschichts-, Architektur-, Kunst- und Kulturbegeisterte kommen voll auf ihre Kosten.
Wir haben fast alles zu Fuß erkundet und wie überall ist es schön, sich einfach mal in den Gassen treiben zu lassen.
Audrey Hepburn lernte Rom von der Vespa aus kennen, zusammen mit Gregory Peck in „Ein Herz und eine Krone“. Da ich ein großer Fan bin, habe ich mir an einem Straßenstand 3 Filmposter gekauft.
Abgesehen von Souvenirs habe ich viele tolle Eindrücke und Erinnerungen mitgenommen und das ist ja mehr wert als alles Materielle.
Ich hoffe der Ausflug nach Rom hat dir Gefallen!
Bis bald
Nic
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